Quiero que me oigas sin juzgarme
Ich will, dass du mir zuhörst, ohne über mich zu urteilen.

Quiero que opines sin aconsejarme
Ich will, dass du deine Meinung sagst, ohne mir Ratschläge zu erteilen.

Quiero que confíes en mí sin exigirme
Ich will, dass du mir vertraust, ohne etwas zu erwarten.

Quiero que me ayudes sin intentar decidir por mí
Ich will, dass du mir hilfst, ohne für mich zu entscheiden.

Quiero que me cuides sin anularme
Ich will, dass du für mich sorgst, ohne mich zu erdrücken.

Quiero que me mides sin proyectar tus cosas en mí
Ich will, dass du mich siehst, ohne dich in mir zu sehen.

Quiero que me abraces sin asfixiarme
Ich will, dass du mich umarmst, ohne mir den Atem zu rauben.

Quiero que me animes sin empujarme
Ich will, dass du mir Mut machst, ohne mich zu bedrängen.

Quiero que me sostengas sin hacerte cargo de mí
Ich will, dass du mich hältst, ohne mich festzuhalten.

Quiero que me protejas sin mentiras
Ich will, dass du mich beschützt, aufrichtig.

Quiero que te acerques sin invadirme
Ich will, dass du dich näherst, doch nicht als Eindringling.

Quiero que conozcas las cosas mías que más te disgusten
Ich will dass du all das kennst, was dir an mir missfällt.

Que las aceptes y no pretendas cambiarlas
Dass du all das akzeptierst… versuch es nicht zu ändern.

Quero que sepas…que hoy puedas contar conmigo…
Ich will, dass du weißt.. dass du auf mich zählen kannst..

Bedingungslos.

Von Jorge Bucay; 1949 in Buenos Aires, Argentinien, geboren, hat er im Lauf seines bisherigen Lebens verschiedene persönliche und berufliche Wege beschritten – als Schauspieler, Clown, Straßenhändler, Psychiater, Psychotherapeut, Professor, Redner und als Schriftsteller von Werken mit großem internationalen Erfolg. Seine Bücher wurden in mehr als zwanzig Sprachen übersetzt und haben sich in der spanischsprachigen Welt fast zehn Millionen mal verkauft.

Es ist besiegelt – es geht nach Marrakech, dem Refugium westlicher Träumer und Bohemiens! Die Beat-Generation und die Hippies, die Gettys und die Rothschilds sowie reichlich Hollywoodstars waren und sind hier, auf der Suche nach Exzess und Askese, Dope und Party, Sex und Sinn, so lese ich es im Netz. In meiner aufkommenden Euphorie dachte ich, eine Rundreise, das ist es – möglichst viel entdecken in kurzer Zeit. Hier gibt es zahllose Anbieter. Einer davon zB. Lion Tours, die haben ein recht gutes Angebot mit einem guten Preis- Leistungsverhältnis: http://www.loewenstark-reisen.de/katalog.php. Von dieser Idee bin ich aber bei Gesprächen mit Leuten, die schon öfter in Marokko bzw. Marrakech waren, schnell wieder abgekommen. Ein Städte- und Sightseeing Hopping mit 9 Städten in 10 Tagen erschien mir dann mehr als Stress denn als Entspannung. Jetzt ist mein Plan: Flug nach Agadir (Air Berlin fliegt ab Nürnberg), dort noch ein paar Tage am Meer verbringen, bevor es über das Atlas Gebirge ins Landesinnere nach Marrakech geht (übrigens fliegt auch Ryanair von Frankfurt-Hahn direkt nach Marrakech für rund 100 € hin und zurück. Aber mal ganz ehrlich, wer will sich Ryanair und seine Fanfaren für Überpünktlichkeit antun?! Eben.)

Ein – für mich wirklich wichtiger Grund – gegen die Rundreise war auch die Tatsache, dass bei der gewählten Rundreise die Unterkunft in Hotels wäre, ich aber unbedingt in tradionellen Riads übernachten und leben wollte (Dezembrige 16-20 Grad und Sonnenschein in Marrakech lassen sich auf einer Riad Terasse auch viel besser genießen als im Hotelzimmer…). Wikipedia sagt: Ein Riad ist ein traditionelles marokkanisches Haus oder ein Palast mit einem Innenhof bzw. inneren Garten. Der Begriff kommt vom arabischen Wort für Garten, ryad. Durch die nach innen gerichtete Konzeption bieten sie der Familie Schutz und Privatsphäre. Riads gibt es in allen Preisklassen. Vom eher einfachen Hostel bis zu richtigem Luxus ist alles zu haben. Ich habe bei booking.com gesucht und bin dort hauptsächlich nach den Bewertungen gegangen und habe daher das Equity Point Marrakech gebucht: http://www.equity-point.com/en/hostels-marrakech/equity-point-marrakech/general-information-marrakech-hostel.html. Für Agadir ist es das Riad les chtis d’agadir geworden: http://www.maisondhotesleschtisagadir.com/. Auch mit hervorragenden Bewertungen bei booking.com. Eine Seite, die ich auch sehr für Hostelbuchungen empfehlen kann ist http://www.gomio.com/en/index.php. Gomio bezeichnet sich selbst als social connection site and booking portal. Was hier interessant ist: nach der Buchung besteht die Möglichkeit das GoDashBoard zu nutzen – ein social travel tool, bei dem sich Reisende mit anderen vernetzen können, welche zur gleichen Zeit am gleichen Ort sind – und das alles über Facebook.

Ja, was soll ich sagen, mir gefälllt meine Reiseplanung, ich fühle mich gewappnet und freue mich wie seit langem nicht mehr auf diese Reise! So let the sun beat down upon my face, stars fill my dreams I am a traveller of both time and space, to be where I have been (Led Zeppelin)!

Beide Bilder sind von Pixelo.

Wir hatten einmal Nachbarn. Der Mann der Familie hieß Adam. Er war mit seiner Familie vor vielen Jahren aus Rumänien geflohen und hat sich in Deutschland ein Leben aufgebaut. Zusammen mit seiner Frau arbeitete er in einer Plastikfabrik. Teilweise hat er zwei Schichten nacheinander gearbeitet um das Haus bezahlen können und der Familie ein schönes Leben gönnen zu können. Vor 5 Jahren ist er an Krebs gestorben. Ich erinnere mich noch genau an ihn und viele Momente mit ihm – er war immer sofort der erste, der zur Stelle war wenn jemand von uns Hilfe gebraucht hat. Frische Salate aus seinem Garten, das Gartenhaus das gestrichen werden sollte – er war immer zur Stelle und das, ohne das wir ihn darum gebeten hatten.

Wir hatten einmal Nachbarn. Die liebe Verwandschaft. Die Hecke stets akkurat, der Garten top gepflegt. Wenn bei uns im Garten eine neue Bank stand, stand sie dort 3 Tage später auch – und umgekehrt. Gemeinsame Grillabende? Fehlanzeige. Gemeinsame gemütliche Tage im Garten? Fehlanzeige. Die Atmosphäre empfand ich als geprägt von Neid und Missgunst. Die Größe des Autos und die Ausstattung des Gartens schien objektiv betrachtet wichtiger als das Maß an Herzlichkeit und Nähe.

Ich habe schon öfter darüber nachgedacht und mich auch darüber geärgert. Ich habe mich auch gefragt ob es ein kulturelles Erbe ist – sind die Deutschen missgünstiger, egoistischer? Oder ist es tatsächlich einfach eine Charaktersache? Oder gar eine Erziehungssache – den bildet sich der Charakter nicht maßgeblich über die Erziehung und vor allem die Vorbildfunktion? Die Ansichten eines schwedischen Filmemachers – namentlich Kay Pollak, 73 Jahre jung, langes graues Haar, ein Schwede – gefallen mir und helfen mir bei der Grübelung darüber. Er hat von 1976 bis heute genau 4 Filme gemacht: Elvis! Elvis!, Heimliche Ausflüge, Älska Mej und Wie im Himmel. Für ihn spielen alle Begegnungen mit Menschen eine entscheidende Rolle in seinem Leben. Er glaubt. dass wir vieles von den Menschen lernen können, die wir treffen – man müsse sich einfach vorstellen, dass jeder, den wir kennenlernen, eigens gesandt wurde, um etwas zu lehren. Und das jede Begegnung eine einmalige Gelegenheit ist um die eigene Persönlichkeit weiterzuentwickeln.

Das finde ich einen inspirierenden Gedaken. Die Dinge mehr noch als Erfahrung als Lehre zu betrachten. Wobei Lehre immer so negativ klingt finde ich, aber letztlich ist es doch genau das – alles in unserem Leben, eine Lehre – wir lernen im Bestfall stetig. In den letzten Tagen habe ich einmal ganz bewusst darauf geachtet und versucht die Dinge und Menschen um mich herum aus genau diesem Blickwinkel zu betrachten. Da gab es die chinesische Dame in dem mit vielen bunten Blinklichtern ausgestatteten Nagelstudio. Eigentlich wollte ich wieder rückwärts aus dem Laden rausgehen… Aber die Frau war so nett und als ich mit ihr ins Gespräch kam verflog jeglicher Zweifel und Skepsis und ich dachte, Geduld, das hat sie mir wahrlich voraus. Dann gibt es da die Kollegin, die mich zur Weißglut bringt, damit, dass sie immer nur auf ihren eigenen Vorteil bedacht ist – aber aus diesem Blickwinkel heraus betrachtet dachte ich mir nun – naja, Egoismus, vielleicht ist es das was sie dir mit auf den Weg geben kann, auch mal nur an sich selbst zu denken. Aber wenn jeder nur noch egoistisch ist und nur noch auf seinen eigenen Vorteil bedacht, wo stünde denn dann die Welt heute? Bei noch mehr Streit, Krieg und Hass? Ich bin da mehr aufs Adam’s Seite und teile Salat und Streichpinsel mit meinen Nachbarn. Aber der Unterschied aus diesem, Kay Pollaks Blickwinkel, betrachtet: ich versuche es positiv zu sehen und auch diese Erfahrung der Zusammenarbeit mit ihr als Lehre aufzufassen statt mich darüber zu ärgern. Denn letzlich gibt es doch nur eine Sache, die wir selbst stets beeinflussen können: unsere Gedanken. Durch sie können wir unsere Gefühle und unsere Realität erschaffen. Wir sind persönlich für das verantwortlich, was wir sehen wollen. Allerdings werden Gedanken, Ansichten und Standpunkte oft irrtümlich für die Wahrheit gehalten. Wenn wir aber über diese Gedanken hinausgehen, stellen wir fest, das jede Interpretation unseres eigenes Lebens oder des Lebens und Verhaltens von jemand anderem und jede Beurteilung einer beliebigen Situation nichts weiter als sein Standpunkt ist, eine von vielen Betrachtungsweisen. Und wir haben immer die Wahl, ob wir Opfer der Umstände sein wollen oder ob wir Verantwortung übernehmen und unser Leben selbst kontrollieren. Liebe und Glück stehen immer zur Auswahl, nur das Leben stellt uns immer wieder auf die Probe.

Zeit – sie verstreicht unveränderbar, und stellt damit die einzige Ressource dar, die weder aufgehoben noch zurückgewonnen werden kann. Doch wie nutze ich meine zur Verfügung stehende Zeit bestmöglich? Ich finde, ein schönes Thema für den Anfang und knüpfe damit an meinen letzten Artikel an. Denn gerade im Event Management ist gutes Zeit- und Selbstmanagement enorm wichtig. Ich habe mal recherchiert und bin dabei, natürlich, auf viele vermeintlich gute Tipps & Tricks gestoßen und möchte diese gerne hier weitergeben. Außerdem habe ich diese unter die Lupe genommen und mich gefragt ob ich es auch so mache. In meinem nächsten Artikel wird es dann darum gehen wie ich es denn mache wenn nicht so wie nachfolgend beschrieben:

EINS NACH DEM ANDEREN. Experten predigen immer wieder: “Konzentrieren Sie sich auf nur eine Aufgabe und lassen Sie sich nicht von E-Mails, SMS oder persönlichen Anrufen bei Ihrer Arbeit stören, denn so müssen Sie sich nicht immer wieder von Neuem in Ihre Aufgabe einarbeiten.” Soweit die Theorie. Bei mir ist es in der Praxis so, das ich das teils teils hinbekomme. Zwar beende ich eine Aufgabe sobald ich sie begonnen habe, dennoch habe ich aber währenddessen mind. 10 Seiten gleichzeitig offen. Geht es euch auch so?

DIE TO-DO LISTE. Empfohlen wird hier, am besten jeden Arbeitstag mit einer To-do-Liste für den nächsten zu beschließen. Ob handschriftlich oder elektronisch bleibt jedem selbst überlassen- nette Tools wie Wunderlist oder Evernote – (auch als App für das iPhone) untersützen dabei. Dabei sollen Routineaufgaben nicht erscheinen und Prioritäten gesetzt werden – aber nicht zu viele. Mal ganz ehrlich: wer legt schon jeden Abend eine To-Do Liste an?! Ja, ich oute mich als Fan von To-Do Listen, aber auch nur in Zeiten mit sehr hohem Termindruck zum Beispiel kurz vor einem Event. Denn ich finde, mit einer gewissen Routine hat jeder seine To-Do Liste auch ganz schnell im Kopf. Aber oft tut es einfach gut die Aufgaben aufzuschreiben und diese dabei zu strukturieren.

UNANGENEHMES ZUERST. “Erledigen Sie Ihre schwierigste Arbeit gleich zu Beginn des Tages.” Warum? Weil zu dieser Zeit noch die volle Motivation und Energie da ist heißt es. Außerdem: weil dann der restliche Arbeitstag ohne schlechtes Gewissen verbracht werden kann denn das Schlimmste hat man schon hinter sich. Mhh. Hier bin ich unschlüssig. In der Theorie klingt das schon gut. Aber in der Praxis ist es meistens so, das doch die meisten von uns erstmal einen gewissen Druck brauchen. Jedenfalls erledige ich Aufgaben nach Priorität und nicht nach “Schlimmheit”.

PERFEKTIONISMUS ADE. “Perfektionismus in allen Details hemmt. Die goldene Regel heißt hier Pareto: 80/20. Verschwenden Sie Ihre Zeit nicht mit Perfektionismus in Nebensächlichkeiten. Vorzügliche Leistungen zu erbringen bedeutet auch, dass Sie das Beste in der Ihnen zur Verfügung stehenden Zeit geben.”

ENTSPANNUNG. Wenn Entspannung fehlt geht irgendwann einmal: gar nichts mehr. Damit es gar nicht erst so weit kommt, sollte deshalb unbedingt für Ausgleich gesorgt werden. Und zwar nicht nur am Wochenende, sondern auch unter der Woche. Stimme ich zu. Das halte ich für sehr wichtig. Und als Entspannung zählt für mich definitiv nicht vom Sofa aus die neuesten Soaps zu verfolgen; ist auch mal okay, aber es ist doch viel entspannender mit Freunden zu lachen, Sport zu treiben, ein gutes Buch zu lesen und ausreichend zu schlafen! Für mich zumindest.


…habe ich kürzlich in Facebook gepostet. Aber als ich jetzt vor dem Bildschirm saß um meinen ersten Blogartikel für meinen eigenen, endlich umgesetzten Blog zu schreiben, ist mir wieder ein Zitat von Lucius Annaeus Seneca eingefallen: „Es ist nicht wenig Zeit, die wir haben, sondern es ist viel Zeit, die wir nicht nutzen.“ Das trifft es! Warum also lange überlegen und planen – warum nicht einfach machen! Just Do it! Genau. Deshalb und aufgrund einer Verkettung glücklicher Zufälle (wie das so häufig der Fall ist) habe ich nun auch endlich meinen eigenen Blog! Großen Dank an dieser Stelle an Georg!

Warum will ich überhaupt bloggen?! Das habe ich mich auch gefragt und gedacht ich würde den Grund oder die Gründe nicht wirklich formulieren können. Da gibt es aber doch einiges. Zum einen – wie wahrscheinlich bei vielen Bloggern – soll es eine Art Tagebuch werden und ich möchte einfach über alles schreiben was mir so in den Sinn kommt und mich interessiert – sei es Musik, Kunst, Fashion, Beauty, Rezepte, Linktipps oder sibirische Tiger.

Zum anderen möchte ich den Blog als Ventil nutzen, all die Fragen die mir so im Kopf herumspuken einmal zu beantworten – für mich, für viele. Denn vielleicht haben ja andere ähnliche oder die gleichen Fragen in ihrem Kopf. Ich möchte das Ganze eher wissenschaftlich angehen und mir die Zeit nehmen, um intensiv zu recherchieren über Fragen wie zB: Wie lebten unsere Vorfahren dort wo ich jetzt lebe? Welche soziologischen Parameter stehen hinter dem Erfolg von Facebook? Macht es tatsächlich Sinn die Freiheit eines jemanden zu Gunsten der Freiheit eines anderen einzuschränken oder: was ist überhaupt ‘Freiheit’? Wie stark beeinflusst unsere Kindheit und Erziehung tatsächlich unseren späteren Berufsweg? Statt zu flüstern frage ich hinaus ins Web, in die Welt!

Neben diesen Dingen soll der Blog außerdem eine Plattform für meine Leidenschaft, die Fotografie, bieten und zum Erfahrungsaustausch über Marketing & Events dienen. Ich freu mich darauf!!